
Das heutige Ernährungssystem steht vor verschiedenen Herausforderungen: der Verschlechterung der Bodenqualität, dem Verlust an Biodiversität, der zunehmenden Vereinheitlichung der Kulturen und der Verschwendung von Ressourcen. Die Akteure aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Forschung und Absatz arbeiten noch zu oft getrennt voneinander. Dadurch wird die Entwicklung von Lösungen erschwert, die auf die spezifischen Gegebenheiten der Region abgestimmt sind.
Terra Fabrica ist ein in der Region Bern verankerter Verein, der die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Forschung und Absatz stärkt. Gemeinsam setzen sie sich für ein vielfältigeres und widerstandsfähigeres Ernährungssystem ein, das sich stärker an den ökologischen Bedingungen der Region orientiert und auf Kreislaufprozessen aufbaut.
Das Projekt entsteht in der ehemaligen Hofenmühle in Wohlen bei Bern. Der historische Standort soll zu einem regionalen Zentrum für Innovation im Ernährungssystem entwickelt werden.
Die Beteiligung der Stiftung Future 3 steht im Einklang mit ihrem Engagement für eine nachhaltige Landwirtschaft, die Förderung der Biodiversität sowie den Schutz der Böden und der Umwelt. Das Projekt Terra Fabrica setzt diese Anliegen in konkrete Massnahmen um: Es entwickelt regionale, zirkuläre und widerstandsfähige Ernährungskreisläufe, die die Vielfalt der Landwirtschaft fördern und die natürlichen Ressourcen schonen.
Terra Fabrica hat zum Ziel, die ehemalige Hofenmühle in einen gemeinschaftlich genutzten Ort für die Annahme und Verarbeitung regionaler Rohstoffe sowie für die Entwicklung neuer Lebensmittel und innovativer Verfahren zu verwandeln. Hier werden landwirtschaftliche Rohstoffe aus der Region angenommen, veredelt und zu neuen Produkten weiterentwickelt. In Produktions-, Lager- und Forschungsräumen werden diese unter realen Bedingungen erprobt und getestet.
Ziel ist es, neue Wege in der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung zu erschliessen, Nebenprodukte sinnvoll weiterzuverwerten, Absatzmöglichkeiten für vielfältige Kulturen zu schaffen und regionale Ernährungskreisläufe zu stärken. Indem die Böden, die Biodiversität und die Ressourcen der Region ins Zentrum der Innovation gestellt werden, trägt das Projekt zu einem zirkuläreren und widerstandsfähigeren Ernährungssystem bei.
Diese Entwicklung basiert auf einem Netzwerk aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Forschung und Absatz. Die verschiedenen Akteure bringen ihre jeweiligen Kompetenzen zusammen, um die Verbindung zwischen Feld und Teller zu stärken und konkrete Lösungen zu entwickeln, die auf die ökologischen Bedingungen und die Gegebenheiten der Region abgestimmt sind.

