
Am 20. Mai 2026, anlässlich des Weltbienentags, wird in der Schweiz eine neue Volksinitiative lanciert, um den Schutz von Bienen und andere Bestäuber-Insekten zu verstärken.
In der Schweiz sind fast die Hälfte der über 600 Wildbienenarten bedroht, und 59 Arten sind bereits verschwunden. Den Bestäubern stehen immer weniger geeignete Blüten als Nahrung und Nistplätze zur Verfügung, was ihre Populationen schwächt. Dabei sind diese Insekten unverzichtbar: Sie ermöglichen die Fortpflanzung vieler Pflanzen und sind eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Tiere.
Bestäubende Insekten sind auch für unsere Ernährung unverzichtbar. Rund 80 % der Kulturpflanzen sind auf ihre Bestäubung angewiesen, deren Wert von Agroscope auf etwa 479 Millionen Franken pro Jahr geschätzt wurde. Der Erhalt dieser Arten ist daher nicht nur eine Frage des Naturschutzes, sondern auch eine Voraussetzung, um unsere Lebensgrundlagen langfristig zu sichern.
Die Bienen-Initiative wird von den Imkerverbänden BienenSchweiz, der Société Romande d’Apiculture und der Federazione Ticinese Apicoltori getragen, sowie von den Naturfreunden und der Stiftung Future 3 unterstützt. Die Beteiligung der Stiftung steht im Rahmen ihres Engagements für eine nachhaltige Landwirtschaft, den Schutz der Biodiversität sowie der Gesundheit und der Umwelt.
Damit die Natur uns weiterhin ernähren und begeistern kann, kann jede und jeder aktiv werden. Mehr Informationen zur Initiative und zu Möglichkeiten, sich zu engagieren, finden Sie auf der Website der Bienen-Initiative:
https://www.initiative-abeilles.ch/
Die Bieneninitiative ist notwendig, um Bestäuber zu schützen, die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen zu gewährleisten und die Landwirtschaft, die biologische Vielfalt und unsere Ernährung für künftige Generationen zu sichern.

Willy Geiger: Mitglied des Stiftungsrats der Trägerorganisation Future 3.0, Entomologe, ehemaliger Vizedirektor des BAFU
